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Beim Neubau eines Parkhauses sollte ein gemauerter Entwässerungs- kanal überbaut werden. Seitens der Genehmigungsbehörden wurde verlangt, eine Explosion von Gasen im Kanal, z. B.
Benzindampf- Luftgemisch als Folge eines Unfalls eines Tanklastfahrzeuges, in Rechnung zu stellen. Der zunächst vorgeschlagene Bau von
Druck- entlastungsschächten beiderseits des Parkhauses hätte nach Ansicht des Bauherrn und der PAG zu Verzögerungen und erheblichen
Mehr- kosten geführt.
SIGMA KARLSRUHE hat als Alternative zu den Druckentlastungs- schächten die Ausführung einer lose auf dem Erdreich aufliegenden Schutzplatte vorgeschlagen, die in die Verkehrsfläche eingegliedert wird. Die Platte sollte separat gegründet werden und nicht mit dem Bauwerk verbunden sein. Im Unglücksfall könnte die Schutzplatte infolge des Explosionsdrucks angehoben werden und wieder
zurück- fallen; die Standsicherheit des Parkhauses wäre nicht gefährdet.
In einer Studie wurden beide Maßnahmen gegenübergestellt und mit neuesten Ergebnissen der Schutzbauforschung konfrontiert. Die Genehmigungsbehörden stimmten daraufhin der Ausbildung einer ca. 190
qm großen und 250 to schweren Schutzplatte zu.
Die Schutzplatte wurde als Trägerrostkonstruktion ausgeführt. Die Bemessung von Platten und Balken erfolgte unter
"Kapazitäts"- Gesichtspunkten.
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